Montag, 20. Juli 2009

Ein Event der Superlative - Inline Tour

Seit Wochen wurde im Radio hierfür Werbung gemacht. Und wir habens erlebt. Hautnah.
Ein ganz außergewöhnliches Event fand gestern in unserem Dorf statt. Zur Erklärung: HR3 ist ein regionaler Radiosender, ich behaupte mal der meist gehörteste in der Region um Frankfurt. Zum zehnten Mal nun veranstaltete HR3 eine Inline Tour, jedes Jahr über eine andere Strecke. Gestartet sind am Mittwoch in Frankfurt etwa 320 Skater, unterwegs schlossen sich immer wieder Teilnehmer an, auch Tagestourenfahrer nahmen teil. Die diesjährige Tour führte durch den Taunus, die Wetterau, über den Westerwald, schließlich durch unser "Hinterland" bis zum gestrigen Nachmittag dem Zielort, unserer alten Kreisstadt Biedenkopf.


Die Mittagsrast hielten die Inliner in unserem Dorf. Der Fußballverein hatte sich bereit erklärt, die Bewirtung zu übernehmen. Das erfordete im Vorfeld eine Menge Organisation. Pünktlich zum Eintreffen waren der Platz und eine Turnhalle für die Fahrer samt Begleittross vorbereitet.
Herzklopfen hatten wir Helfer, ob wohl alles so klappen würde wie geplant. Immer wieder gab es heftige Regenschauer. Wenn dazu der Wind wehte, war es wirklich sehr ungemütlich.

20kg Nudeln, 15 Liter Tomatensosse, 13 Liter Käsesosse, 100 Bratwürste, 10 kg Fleischkäse, 5 Riesenbleche Lasagne, 30 Köpfe Salat, 10 kg Krautsalat und 36 Kuchen - es hörte den Knall nicht bei 380 Inlineskatern, dazu unzähligen Begleitpolizisten, Streckenposten, med. Personal und vielen weiteren organisatorsisch Mitwirkenden. Grob geschätzt waren es 480 Menschen. Und das in unserem Minidorf mit etwas mehr als 800 Einwohnern! Dann endlich war es soweit. Sie kommen!!!!! Erst einzelne Fahrer, dann wurden die Gruppen größer. Stellt es euch vor, wenn hunderte Trillerpfeifen tönen, mit denen die Skater ihr Kommen ankündigen Sie strahlen alle um die Wette. Obwohl sie an diesen Morgen ein gewaltiges Stück bewältigt hatten. 300 Höhenmeter waren auf 12 km zu erfahren. Und das am fünften Tagen auf Rollen. Alle Achtung. Jedem einzelnen von ihnen gebührt für diese Leistung meine Hochachtung. Gut gelaunt, trotz Regen und Kälte Der nächste Regenschauer. Die gute Stimmung hält an.

Besonders bemerkenswert empfanden wir, wie relaxt und fröhlich alle waren. Keine Ungeduld bei der Essensausgabe. Kein Geschrei "ich war zuerst da", kein Gemaule als die Lasagne all war. Der Wetterbericht hatte für Sonntags Regen angekündigt. Drum wurde am Vortag die Turnhalle der Schule für die Truppe vorbereitet: Der Boden musste komplett mit Teppichboden ausgelegt werden, damit die herbeigeschafften Bierzeltgarnituren den Boden nicht beschädigen. Gut, dass das gemacht wurde. Denn hätten wir keinen trockenen, warmen Ruheplatz gehabt - oh weh, nicht vorstellbar. Proppenvoll wars. Was für ein Gewusel. Die Skater waren dankbar, und glücklich für den trockenen Platz Ihr erinnert euch noch an das Foto vom gefüllten Kuchenbuffet. Nichts, kein einziges Stück blieb übrig. 36 Kuchen!! Am Vortag bekamen die Inliner gerade mal sechs (6) Kuchen angeboten! Das Fernsehteam bei der Arbeit. Irgendwann im August oder September wird ein Bericht der gesamten Tour gesendet. Gruppenfotos Das schönste für uns: Wir wurden gelobt. Das Essen hätte superlecker geschmeckt und die Ausgabe schnell und reibungslos geklappt. Es wäre vor allen reichlich da gewesen. Für jeden war etwas dabei. Die leckeren Kuchen wurde über alle Maßen gelobt. Und noch dazu zu super Preisen. Man hatte da gaaanz andere Sachen erlebt (z.B. Salat für 7.50 Euro usw..) Es wäre die am besten organisierte Station der ganzen Tour gewesen.

So viel Lob - da legten wir spontan ein Tänzchen auf die Wiese - beklatscht und bejubelt von den Skatern. Dann wurde schon wieder gerüstet für die letzte Etappe. Es war ein Feeling, als hätte die Tour de France bei uns Halt gemacht. Nur ohne Doping!! *lol* Die ersten schnallen bereits ihre Rollen unter die Füße Auf die Plätze .... .... Fertig? ........ Looooooos!!!! .....

Machts gut, schön wars mit euch. Gute Fahrt! So verging der Sonntag im Flug. Uns blieb es alles abzubauen, wegfahren, Gerätschaften und Platz säubern. Abends fuhren wir in die Stadt, um bei der HR3 Discoparty dieses Ereignis zu feiern und gebührend ausklingen zu lassen.

Fazit: Eine solche Veranstaltung - immer gerne wieder. Es war ein Heidenspass.

Sonntag, 12. Juli 2009

Gibts was Neues?

Gibts was neues im Garten? Wenig. Außer Regen-Regen-Regen, und davon viel. Die ganze vergangene Woche war es überwiegend nass von oben. Kurze trockenen Momente habe ich genutzt, um das überall sprießende Unkraut zu zupfen. Die Minipötte stehen bereit, gestern wollte ich sie mit Sämlingen bestücken. Wurde nix draus.

Zwischen zwei heftigen Regengüssen habe ich ein Stück von Geraniümmern befreit. Es ist Zeit für was Neues. Zur Probe habe ich Heuchera, Hosta und Farn in ihren Pötten bei einander gestellt. Jaaaa, gefällt mir, so werde ich es wohl einpflanzen.

Einige Wurze blühen. Wie kleine Kronen sehen die Blüten aus.
Hemerocallis Bonanza. Ich kann sie gar nicht recht bewundern. Sie wachsen beim Gartenhaus und da bin ich bei dem Wetter und der "sommerlichen" Kälte weniger.
Die dicht gefüllten englischen Rosen habens schwer derzeit. Sie vermatschen schnell.
Die meisten Hosta blühen jetzt. Ich habe noch einige Sorten, die erst später loslegen.
Geranium psilostemon 'Patricia'. Blüht unermüdlich, egal bei welchem Wetter, den ganzen Sommer durch. Aber Vorsicht - es braucht recht viel Platz.
Schaut mal den Farn im Hintergrund. So riesig war der noch nie. Nein, es ist keine spezielle Sorte, sondern der übliche Feld-Wald-Wiesen-Farn. Er vermehrt sich hier unglaublich, ich muss aufpassen, dass er nicht überhand nimmt.
Hosta El Nino sieht selbst pitschnass gut aus. Ich mag die graue-blaue bewachste Pflanze
Hosta Liberty, von meiner Frühjahrslieferung aus Holland. Im Austrieb ist der Rand gelb und wird im Laufe der Zeit immer heller. So gefällt sie mir.
Ein unbekannte Hemerocallis. Ich nenne sie nach dem Spender "Big Brother". Eine eigentümliche Farbe, die gar nicht so recht in meinen Garten passt.
Digitalis tauchen jedes Jahr woanders auf. Wenn sie nicht gar zu sehr stören, dürfen sie bleiben, wo es ihnen gefällt.
Bei dieser Stelle musste ich schon die Luft anhalten. Diese beiden Farben tun in Kombination dem Auge weh. Es ist ja aber nur für ein Jahr.
Wie verschieden nicht nur die Hostablätter sondern auch ihre Blüten sind!

So, Rundgang beendet. Was ist das für ein Gebrumme am Himmel?
Bei gefühlten 5 Grad über Null und Regen würde ich dem Piloten des Doppeldeckers am liebsten zurufen, er möge mich mitnehmen auf seine Reise ...



Und jetzt - während ich hier schreibe - kommt die Sonne durch eine Wolkenlücke. Nix wie raus, einmal am Tag wenigstens, das muss sein. Ich finde bestimmt ein paar Unkräutlein. Oder eine neue Blüte. Oder eine unerwünschte Schnecke ....

Dienstag, 7. Juli 2009

Schlachtfeld und Gemüseernte

Schlachtfeld Küche - nach einem Tag Arbeit-Garten-Kochen. Jetzt aber hopp, das Geschirr vom Tisch in die Spülmarie einräumen und starten.

Ich habe den Garten entwildkrautet und geerntet. Schwarze Johannisbeeren. Ein Teil wird entsaftet und mit Läuterzucker aufgekocht in Gläser abgefüllt. Schwiegervater verdünnt sich den Saft gerne mit Sprudel. Den Rest setze ich mit braunem Kandiszucker und Wodka im alten Sauerkrautfass an. Daraus entsteht nach einigen Wochen megaleckerer Likör.
Zwei Sträucher rote Johannisbeeren hatte ich gekauft. Extra verschiedene, die zu unterschiedlichen Zeiten reifen. Nun - beides sind weiße Beeren. Dumm gelaufen, was will man machen. Die Früchtchen werden ebenfalls entsaftet und mit Rosenblättern zu Gelee verarbeitet.
Drei Kohlraben habe ich eingebracht. Sie fangen beim Regen an zu platzen und faulen dann schnell. Ich koche sie und friere sie verzehrfertig portionsweise ein.
Also, morgen hab ich Großkampftag
Zum Tagesabschluss gönne ich mir ein Gläschen von meinem Lieblingsrouge.

Dienstag, 30. Juni 2009

Ein Gärtner muss teilen lernen

Lernt nun der Mensch von der Katze oder die Katze vom Mensch?? Hier hat eindeutig die Samtpfote gelernt. Da wollte ich mich mal auf meinen Lieblingsplatz setzen. Tja, Pech gehabt.
Ich habs nicht fertig gebracht Luna vom Stuhl zu schupsen. In dieser Sache ist teilen okay.
Aber was ich dann gesehen habe, ließ mich laut aufschreien.
Warum hängt denn die Hostablüte so komisch? Gestern stand sie noch aufrecht.
Ihr könnt euch denken, welche Biester bei Big Mama am Werk waren. Da hört der Spass auf. Echt, ich hab so einen Zorn.







Samstag, 27. Juni 2009

Wieder daheim...

Aus beruflichen Gründen war ich eine Woche nicht zu Hause. Da war gestern logisch mein erster Weg eine Gartenrunde. Dicke Salatköpfe wollen verzehrt werden. Die Zwiebeln blühen bald. Die Erbsen ranken in die Höhe und die Oberkohlraben sind bald erntereif. Einzig die Buschbohnen mickern vor sich hin. Werden sie was ists gut. Werden sie nix, werde ich im Winter trotzdem nicht verhungern. Mein Hokkaidokürbis hat eine erste Blüte und die gelben Zucchinis sind dieses Jahr tatsächlich gelb! Das ist nicht immer so, schon oft habe ich Exemplare als gelb verkauft bekommen die letztlich doch grün waren.
Stellt euch vor, unter der vergangenen Woche hat einer "meiner" Männer (ich habe sicher den Richtigen in Verdacht) den Gartenschlauch angeschlossen und völlig überflüssigerweise das Gemüsebeet leicht befeuchtet. Gerade soviel, dass zu den Wurzeln nichts durchdringt, das Unkraut jedoch zu heftigem Wuchs animiert wurde *grrrr* Dianthus barbatus habe ich selbst aus Samen gezogen. Ich bin sehr stolz auf mich. Solche Geduldsarbeit liegt mir nicht und darum gelingt es meistens auch nicht.
Clematis tangutica wird jedes Jahr schön. Sie wächst am alten Pflaumenbaum
Endlich blüht die Campanula am oberen Ende der Gartentreppe. Sie legt sich von links auf die letzte Stufe. Rechts nimmt Geranium cant. Cambrigde die anderen Stufenhälfte in Anspruch. Ist also gar nicht so leicht in den Garten zu kommen. Man muss aufpassen, wohin man tritt *lol* Digitalis samt sich jedes Jahr fleißig auf und ist ein echter Wandergeselle, der immer woanders auftaucht und immer willkommen ist. Er passt in meinen wilden Garten.
Ein Alte Rose, Russeliana. Sie gerät leider immer mehr in Vergessenheit. Die Blüten sind recht klein, aber ihr Duft weht wie Konzentrat durch den Garten.
Louise Odier. Einfach wunderschön. Leider anfällig für SRT, bei mir jedenfalls.
Fantin Latour? Oder Ispahan? Letztes Jahr habe ich einige Topfrosen in die Beete gepflanzt und weiß nun nicht mehr was wo ist. Ich muss in meinen alten Fotos stöbern zum Identifizieren. Aber vielleicht könnt ihr mir ja schon helfen. Dann sag ich hier schonmal DANKE.
Kletterrose Blossomtime. Zartduftet nach Zitronen und Beeren. Blüht durchweg bis in den Herbst.
Geranium blablabla, ich habe grade einen Aussetzer. Mir fällts nicht ein. Hach, nee aber auch. Es ist nicht Spessart.

PS, grade kommt es mir in den Sinn. Es ist Biokovo Kletterrose Mme. Plantier, auch eine Alte Rose. Tausende Gartenlaubenkäfer besiedeln meine Rosen und zerfressen sie Blüten. Alles sieht wie zerfleddert aus. Irgendwann in den nächsten Tagen wird sich die Plage aus natürlichen Gründen erledigen. Aber es ist den Biestern nicht beizukommen. Ich krieg die Plage nicht in den Griff. Neem soll wohl helfen.
Zum Abschluss Ger. sanguineum Album. Zwei Exemplare hatte ich mir letztes Jahr gekauft. Nur eines ist tatsächlich Album, das andere Max Frei. Auch okay.
Als nächstes werde ich euch nach Südtirol entführen, wo wir für ein paar Tage mit dem hiesigen Sportverein urlaubten. Wunderschöne Bergwanderungen haben wir gemacht. Und ein Wetterchen hatten wir - hmm, da kannste hier nur von träumen.
Habt einen schönen Sonntag mit dem richtigen Wetter!