Mittwoch, 11. November 2009

Liebesgrüße einer Katze - nix für schwache Nerven

Wie sehr uns unsere Samtpfoten doch mögen, stellen sie immer mal unter Beweis mit der Schenkung der im Angesicht ihres Schweißes erbeuteten Zwischenmahlzeit.

So fand ich eben beim Heimkommen diese beiden Exemplare im Flur und vor der Küchentür.

Schaut euch mal das obere Beutetier an. Riesig! Und diese grabschaufeligen Extremitäten! Ich denke mal, das wird eine der biestigen unkaputtbaren Wühlmäuse sein, die mich schon ewig nerven. Dafür bekommt Luna gleich eine Extraportion ihrer Lieblingskaustange. Was mich eh immer wundert: Luna ist diejenige, die Mäuse herbei schafft. Sie, die "rührmichnichtan"-Diva, die äußerst sparsam umgeht mit ihrer Zuneigung. Sunny dagegen, unser Kampfschmusekater, fängt entweder nix oder frisst es lieber gleich selber.

Iiiiigitt, wird nun so mancher sagen, und sowas im Haus! Aber warum? Sie sind doch tot! Lebendig mag ich sie weit weniger. Und ja - so lecker ist das Getier im Haus auch nicht. Aber mit diesen Dingen muss man rechnen, wenn man sich für Freigänger entscheidet. Außerdem ist dies ja der ursprüngliche Grund für die Zweckgemeinschaft Katze-Mensch. Das Tier duldet den Mensch neben sich, um ohne Anstrengung ausreichend Futter zu bekommen und fängt als Entschädigung die ungeliebten Nagetiere.

Wer nun denkt, dieser Satz wäre andersrum richtig, nämlich der Mensch gibt Futter fürs Mäusefangen, der irrt und kennt sich in der Denkweise einer Katze nicht aus. Denn:

Hunde haben ihre Herrchen, aber Katzen haben ihre Diener!

So denn. Mahlzeit. Es wird Zeit was zu kochen. Was nur ....??? *gröööhl* Nein, keine Sorge, die beiden Trophäen liegen schon in der Tonne und außerdem bin ich eine Veggi.

Sonntag, 8. November 2009

Novembergarten

Mein Auto ist bereits auf den Winter eingestellt. Winterreifen aufgezogen, Eiskratzer, Handfeger und Scheibenschutz liegen im Kofferraum, und dem Scheibenwischwasser ist genügend Frostschutz beigefügt.
Im Garten sind auch einige Winterarbeiten nötig. Die Sommerblumen sind entsorgt, ein letztes Mal die Spontanvegetation gejätet, diverse Stauden zurück geschnitten. Oleander, Engelstrompeten, Fuchsien usw. sind ins Haus geräumt. Das Gras hätte unbedingt nochmal gemäht werden müssen, aber es war immerzu zu nass. Also bleibts wie es ist.
Die letzten Astern sind so gut wie verblüht. Nun schmücken nur noch Gräser und die buntbeblätternen Stauden den nassen Novembergarten.
Die verschieden gefärbten Geraniumsorten überraschen und erfreuen mich jedes Jahr aufs Neue.

Absichtlich verlorene Akeleiensamen sind aufgegangen. Im nächsten Jahr wird es am Wegrand herrlich blühen
Ein paar Töpfe mit Ablegern parken noch auf der ausrangierten Holzleiter

Crataegus Beeren Luna mit ihrem typischen sturen Blick. Sie hat schon ihr dickes warmes Winterfell.
Sunny, der Frostlappen, dagegen scheint zu fragen: "Wann gehen wir wieder ins Haus?Bei diesem Topf weiß ich im Frühjahr noch was drinnen ist. Bei vielen anderen werde ich mich überraschen lassen müssen. Ich kanns mir gar nicht behalten, was wo eingepflanzt ist. Ein herrlicher Anblick ist derzeit die leuchtend gelbe Färbung der Rosa Rugosa
Leider sehe ich es nur selten, die Wildrosen wachsen beim Gartenhaus. Ich sollte mir ein paar Sträucher in den Hausgarten setzen. Mal überlegen, wohin ....


"November" ist mir mich ein Synonym für Nebel, Regen und zunehmende Dunkelheit. Jetzt, am Monatsanfang, ist es morgens noch relativ hell. Aber das wird bald vorbei sein. Man fährt im Dunkeln zur Arbeit, und wenn man abends heim kommt ist es bereits wieder finster. Ich tröste mich dann damit, dass mit dem Winterbeginn im Dezember die Tage wieder länger werden.

Freitag, 30. Oktober 2009

allein-allein


Allein-allein,.... ziemlich jeder kennt dieses Lied.
So fühle ich mich momentan.
Heute war mein letzter Arbeitstag. Meine Chefs werden bis zur Penionierung im Ausland leben und arbeiten. Hinter dem letzten Patienten habe ich heute um 18 Uhr die Türe zugeschlossen.
Alle Kolleginnen waren nachmittags nochmals gekommen, wir haben zusammen gesessen, geredet, die vorbereiteten Geschenke an unsere Chefs übergeben. Das Auseinandergehen war traurig und tränenreich. Wir alle sind uns bewusst, dass wir nie wieder ein solches Arbeitsumfeld erleben werden, wo alles zusammenpasst und harmonisch verläuft.
Und was mache ich jetzt hier, alleine auf der Couch zu Hause? Heulen. Heulen.
Zwar habe ich eine Perspektive, es geht weiter, ich habe einen neuen Job. Aber es ist einfach nur Sch****.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Nachtfrost

Die ersten Schneefälle des kommenden Winters hat es bereits gegeben. Heute morgen stand die Meldung in unserer Tageszeitung, dass auf der Zugspitze bereits 70 cm Schnee liegen und im Laufe des Tages noch 30 cm dazu kommen können.
Wir hier in "Hessisch-Sibirien" hatten schon einige leichte Nächtfröste. Jedoch in der vergangenen Nacht war es wirklich kalt. Minus 3.5° zeigte heute morgen das Thermometer an. Der Blick aus dem Küchenfenster geht Richtung Tal, dort scheint schon die Sonne und es sieht "harmlos" aus.
Die im Schatten liegenden Wiesen dagegen sehen deutlich frostelig aus.

Ich wollte ein "von oben"-Gartenfoto machen. Durch das Dachfenster ist nix zu sehen. Da sind von außen eisige Blumen aufgepinselt :-))
Also doch zur Terrassentür. Die ersten Sonnenstrahlen blitzen schon über den Dachfirst.
Die Beete werden noch eine Weile beschattet sein. Hier erkennt man wie kalt es ist.

Das alles lässt einen erst mal vor Schreck erstarren. Aber gemach, es wird nochmal anders. Es geht jetzt nicht direkt in den Winter über. Erfahrungsgemäß kommen nach solchen frostigen Nächsten die schönen goldenen Oktobertage.
Freuen wir uns drauf!!

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Der Herbst ist da

Ich zeige euch mal wieder Fotos aus meinem Garten. Es ist nicht zu übersehen. Ob es mir passt oder nicht. Der Herbst ist angekommen. Im Hintergrund sieht man das abgefallene Laub vom Kirschbaum. Die Austin Rosen, wie z.B. Charles Austin, verabschieden sich für dieses Jahr mit einer letzten Blütenwelle. Die Nachtkerzen leuchten immer noch überall im Beet, wie herrlich das aussieht. Auch die späten Astern blühen schon eine Weile. Das Laub der Hemerocallis ist bereits gelb, aber ich schneide es erst beim Frost ab. Ich finde es so schmückend
Mannshohe Aster habe ich, keine Ahnung welche Sorte das ist. Sie müssen aufgebunden werden, es geht nicht anders. Nächstes Jahr soll etwas halbhohes davor wachsen, was die braunen Stängel kaschiert. Der Wichtel hat Patina angesetzt und sich so seiner Umgebung angeglichen. Wie ein Chamäleon.
Noch immer blühen verschiedene Geraniümer. Was wäre mein Garten ohne diese Schönheiten.



Eine Gartenfreundin sagte, dieses nasse Gras sieht aus wie ein diamantenbesetzer Staubwedel. Ich hab das Gras geschenkt bekommen. Mir merke grade, dass ich noch keinen Namen dazu weiß. Ich muss mal nachgucken. Oder weiß es jemand von euch??
Miscanthus sinensis "Silberfeder". Ich dachte schon, es wollte dieses Jahr gar nicht blühen. Es hat lange gebraucht, bis es die Stängel betrieben hat.
Am Muskatellersalbei erfreue ich mich immer noch. Ich bin gespannt ob er sich aussät und nächstes Jahr wieder auftaucht.
Die Ringelblumen haben ihre beste Zeit nun hinter sich.
Ebenso bereits viele Hosta.

Na sieh mal einer an! Diese Kohlweißlings-Raupe hat sich wohl in der Zeit geirrt.
Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende!